Stairway to Heaven? Cross Connects und die Public Cloud

Im Rahmen ihrer zukünftigen Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien wird die Public Cloud für deutsche Unternehmen immer wichtiger. So wollen zukünftig 69 Prozent der Unternehmen Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen für ihr Unternehmen aufbauen. Allerdings stellen hohe Latenzzeiten und eine verminderte Datensicherheit aufgrund des möglichen Zugriffs durch Dritte potentielle Hindernisse für Unternehmen beim Bezug von Public Cloud-Diensten über das öffentliche Internet dar. Diese Gründe sprechen für manche Unternehmen gegen einen Schritt in die Public Cloud. Denn gerade im Unternehmensumfeld sind Datensicherheit und kurze Latenzzeiten enorm wichtig, um einen reibungslosen und sicheren Betriebsablauf sicherzustellen. Eine Möglichkeit um diese Hindernisse zu umgehen, stellen Cross Connects, also direkte private Verbindungen, zu den Public Cloud-Anbietern dar. Doch für welche Unternehmen rechnen sich diese privaten Verbindungen und welche weiteren Vorteile lassen sich hierdurch generieren?


Cloud Computing ist bei den deutschen Unternehmen angekommen, denn die Mehrzahl (85 Prozent der Unternehmen) beschäftigen sich aktiv mit dem Thema Cloud Computing. Waren zunächst vor allem Single Cloud-Lösungen Deployment-Variante der Wahl (61,4 Prozent), setzen die Unternehmen zukünftig vor allem auf Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien (68,8 Prozent).

FavorisierteCloudModell

Hierbei stehen die Unternehmen jedoch häufig vor dem Problem, dass bei einer Einbindung von Public Clouds in die Unternehmens-IT die Latenzzeiten relativ hoch sind – ebenso verhält es sich mit den Bedenken bezüglich der Sicherheit. Aus diesem Grund bieten einige Public Cloud-Anbieter ihren Unternehmenskunden private Verbindungen zu ihren Public Cloud-Umgebungen an. Diese so genannten Cross Connects sind direkte, physische Verbindungen zwischen den Infrastrukturen der Anbieter und denen der Unternehmenskunden. Zu den Anbietern, die ihren Kunden eigene Cross Connects anbieten, zählen:

  • Amazon Web Services (AWS Direct Connect)
  • Microsoft (Microsoft Azure Express Route)
  • IBM (Softlayer Direct Link)

Direkte Verbindungen zu den Public Cloud-Anbietern – Eine Generallösung?

Durch den Aufbau von direkten Verbindungen zu den Public Cloud-Anbietern wird das öffentliche Internet umgangen, weshalb die Latenzzeiten deutlich geringer ausfallen. Denn die Daten und Services müssen somit keine langen Umwege nehmen, sondern werden direkt zwischen den Unternehmen und den Infrastrukturen der Public Cloud-Anbieter übertragen. Neben den verringerten Latenzzeiten haben direkte Verbindungen noch weitere Vorteile:

  • Mehr Sicherheit (das öffentliche Internet wird umgangen)
  • Höhere Verbindungsstabilität
  • Möglichkeit zum Aufbau von Multi-Cloud-Umgebungen
  • Konstante Geschwindigkeit
  • Garantierte Bandbreite

Liegt das eigene Rechenzentrum jedoch sehr weit von den Infrastrukturen der Public Cloud-Anbieter entfernt oder sollen im Rahmen der Unternehmensstrategie Multi-Cloud-Umgebungen aufgebaut werden, um das volle Innovationsspektrum der Public Cloud auszunutzen, so können die Kosten schnell den Nutzen übersteigen. Die Auslagerung der eigenen IT in ein Colocation-Rechenzentrum könnte in diesem Fall eine Möglichkeit sein, um einen schnelleren und preiswerteren Zugang zu verschiedenen Public Cloud-Anbietern aufzubauen. Um zu evaluieren welche Strategie für das eigene Unternehmen geeignet ist, sollte eine individuelle Kosten-Nutzen-Betrachtung durchgeführt werden. Folgende Punkte sollten hierbei von den Unternehmen berücksichtigt werden:

  • Die eigene Cloud-Strategie (Single Cloud, Hybrid Cloud, Multi-Cloud)
  • Die Entfernung der eigenen Infrastrukturen zu den Infrastrukturen der Public Cloud-Anbieter
  • Das interne IT- und Cloud Know-How
  • Die Bewertung der Vorteile von direkten Verbindungen gegenüber einem Bezug über das Internet
  • Das Innovationspotential, welches durch die Einbindung von Public Clouds in die Unternehmens-IT genutzt werden kann

Cross Connects bieten zwar auf den ersten Blick viele Vorteile, sind aber dennoch nicht für jedes Unternehmen die Pauschallösung. Aus diesem Grund sollten Unternehmen vor dem Hintergrund der eigenen Cloud-Strategie alle Vor- und Nachteile evaluieren, um zu entscheiden, ob der Aufbau von privaten Cross Connects zu den Public Cloud Providern für sie vorteilhaft ist.

Vor diesem Hintergrund hat Crisp Research in Zusammenarbeit mit Interxion ein Strategiepapier erstellt, welches die Bedeutung von Cross Connect-Verbindungen im Rahmen von Hybrid- und Multi-Cloud-Architekturen thematisiert und Lösungsszenerien aufzeigt. Das Strategiepapier steht kostenfrei unter „Ihr direkter Weg in die Deutsche Microsoft Cloud – Azure ExpressRoute via Interxion Cloud Connect“ zum Download bereit.

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